Hovawarte von der Urschlagquelle
 Hovawarte von der Urschlagquelle

11.03.2004    -     10.08.2016

Crack aus dem Schreckhäusl

09.08.2017

Das erste Jahr ohne unseren Buba ist vorbei, aber in unserem Herzen ist er nach wie vor präsent wie eh und je. Vielleicht ist es nun mal an der Zeit, mir etwas Luft zu verschaffen, was mir im züchterischen Leben mit Cracky so alles passiert ist.

Begonnen hat es mit der Nachzuchtbeurteilung beim RZV in Schweitenkirchen. Cracky wurde sehr gut beurteilt und somit war der Grundstein für unser Weitermachen gelegt. In Nürnberg auf der Jugendbeurteilung wurde unser Optimismus dann gleich ziemlich jäh gebremst. Ich sollte meinen Buben in eine dafür extra vorhandene Box sperren, und nicht mitten im Weg rumsitzen. Cracky kannte das ja nun gar nicht, schrie sich eineinhalb Stunden die Seele aus dem Leib und sollte dann die Beurteilung machen. Daß das nicht gutgehen konnte, das kann sich wohl jeder denken. Bis zum Schluß hat er seine Sache wirklich mir zuliebe ganz gut gemacht, aber als ich dann noch mit ihm spielen sollte, wars vorbei. Durchgefallen. Vielen Dank auch an die verantwortliche Dame vom Nürnberger Hundeplatz, die uns als absolute Laien des Feldes verwiesen hat. Für mich war klar, ich werde mich nicht mit Leuten umgeben, die bestimmt nicht das Beste wollen für meinen Hund. Und das Ganze, wie ich mittlerweile weiß, nur wegen des falschen Nachnamens meines Hundes.

Meiner Züchterin zuliebe hab ich dann doch in der HZD wieder weitergemacht. Am Anfang war es bestimmt auch nicht leicht, so als Überläufer aus dem RZV. Wir haben Cracky ausgestellt und nach unserem ersten V 1 wurden angesprochen, doch die Körung zum Deckrüden mit ihm zu machen. Seine Deckakte würde er ganz sicher vollkriegen. So die Aussage der damaligen Zuchtwartin. Da sein erster Deckakt bereits geplant war, er aber noch keine Körung gemacht hatte, mußten wir Anfang April in den Osten fahren. In Oederan hat er seine erste Körung aber sowas von souverän hingelegt, daß wir 14 Tage später in Weiden auch schon die Zweite drauflegen konnten. Zwei Monate später war schon sein erster Deckakt. Ein sehr schöner Wurf, aus dem wir uns eigentlich eine sm Hündin behalten wollten. Aber leider waren nur Blondinen dabei. Nicht ganz ein Jahr später mußte er als Ersatzdeckrüde einspringen, mitten in der Nacht, nur um die Hündin auch bestimmt noch trächtig zu kriegen. Meine Züchterin hat am nächsten Morgen dann beide Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, er hätte diese Hündin niemals decken dürfen, da sehr hohe Gefahr von Lebershunt bestand. Was weiß denn ein Deckrüdenbesitzer über eine Verpaarung? Der freut sich doch einfach nur, daß sein Rüde mal zum Decken kommt. Zumal die Besitzerin der Hündin unsere damalige RG Zuchtwartin war. Und promt kam 3 Monate später der Anruf, eine Hündin sei an Lebershunt verstorben. Ich hab mich am Telefon dann scheins so schlimm benommen, daß am Abend dann noch ein Anruf kam, es sei nun doch kein Shunt gewesen. Crackys Karriere als Deckrüde war für mich beendet. Ich wollte diese Gefahr nicht noch mal eingehen. Mit der Hündin wurde munter weitergezüchtet. Denn wo man hinhörte, wurde Cracky für den toten Welpen verantwortlich gemacht. Und so einen Rüden kann man natürlich nicht mehr weiterverpaaren. Jahre vergingen nun, wir machten Ausstellungen und hatten echt wieder Spaß an der Sache. Jetzt, wo Cracky bereits tot ist, bekommen wir wieder Anrufe, bei denen Cracky mal wieder schuld an der nächsten Misere sein soll. Diesesmal geht es um die schreckliche Krankheit DM. Zwei seiner Söhne sind wohl an dieser Krankheit bereits verstorben. All die Jahre, in denen die Hunde gesund waren, in denen die Besitzer viel Spaß und eine schöne Zeit hatten, dachte niemand an den Papa. Jetzt, wo die Hunde krank oder bereits verstorben sind, findet man unsere Telefonnummer um wieder dem Rüden die Misere in die Schuhe zu schieben. Mittlerweile nehme ich mir kein Blatt mehr vor den Mund, und verteidige ihn, so gut es nur geht. Sogar einen DM Test hab ich noch machen lassen, da war er schon krank. Der Test hat N/DM ergeben, und somit ist er nicht alleine für den Ausbruch dieser Krankheit verantwortlich. Da immer ein Gen von der Mutter und ein Gen vom Vater stammt, muß auch die Hündin auf N/DM getestet sein. Außerdem war 2007/2008 noch lange kein DM Test in Sicht. Aber wieder gehts mit der Hündin munter weiter, denn der Rüde ist ja schuld. Zum 1. September 2017 wird der Test nun zur Pflicht, um einen Hund in der Zucht zu haben. Alle drei Testergebnisse (N/N, N/DM, DM/DM) sind zugelassen, lediglich bei der Verpaarung muß auf die Ergebnisse eingegangen werden.

Ich wünsche nun seinen Nachkommen noch ein langes Leben, und würde mich auch über eine Nachricht von dem einen oder anderen noch lebenden Crackynachkommen freuen.

 

 

 

17.08.2016

Leider mußten wir Cracky am 10.08.2016 von seinen Schmerzen erlösen. Ein Osteosarkom hatte seinen linken Oberarm und das Schulterblatt befallen. Das war 6 Wochen vor seinem Tod festgestellt worden. Meine Tierärztin gab ihm noch 1 - 2 Wochen, da dieser Krebs als hoch aggressiv eingestuft wird. Mit Schmerzmittel konnte er dann doch noch gute 5 Wochen ohne Einschränkung an unserem Leben teilnehmen. Als aber die Schmerzen immer stärker wurden, er auch nicht mehr mehr als einige Meter laufen konnte, mußte ich die für mich wohl schlimmste Entscheidung meines Lebens treffen. Er ist ganz, ganz friedlich bei uns zuhause und in meinen Armen eingeschlafen.

das letztes Foto von unserem Buba

11.03.2016

Unser Bär wird heute 12 Jahre alt, und wir wünschen ihm und seinen vielleicht noch lebenden Geschwistern alles erdenklich Gute für das nächste Lebensjahr. Etwas ergraut, etwas sturer, aber eigentlich ist er immer noch der Alte. Nach einem Vierteljahr mit eitrigen Krallen und auch gezogenen Krallen, läuft er pünktlich zu seinem Geburtstag wieder völlig rund und galoppiert auch ein paar Sprünge über die Wiese. Er genießt natürlich schon ein paar Freiheiten, oder auch Frechheiten, die sich die "Jungen" nicht erlauben dürfen, aber er nützt es auch nicht mehr aus. Sein Tag besteht nun doch schon mehr aus Schlafen und was natürlich immer noch am Wichtigsten ist, aus Fressen. Der Buba, wie er seit dem ersten Tag bei uns heißt, bereitet uns täglich noch so viel Freude, und wir wünschen uns nichts sehnlicher, als ihn noch ganz lange Zeit bei uns zu haben.

geboren am 11.03.2004 in Roth bei Nürnberg

2 x Hauptkörung im April 2007 in Oederan und Weiden

T-Wurf vom Quellenhof September 2007

Begleithundeprüfung Oktober 2007

U-Wurf vom Quellenhof April 2008

A-Wurf al can Sharab April 2008

Seit Juli 2013 Veteranenchampion der HZD

Ausstellungen V1

HD A1

Ahnentafel

Mittlerweile ist er in seinen wohlverdienten sportlichen und züchterischen Ruhestand gegangen.

 

Auszug aus einem Richterbericht OK: Jürgen Krämer

Ein mittelgroßer sm Rüde von derbem Typ, mit sehr schönem Kopf, einwandfreiem Behang, vollständigem Scherengebiss, losen Lefzen und mittelbraunen Augen. Gerader Rücken, die einwandfreie Rute endet am Sprunggelenk, Hoden vorhanden, tiefschwarzes glänzendes Haarkleid, leicht gewellt und von sehr schöner Länge. Insgesamt vollständig klar abgegrenzte mittelbraune Markenzeichnung. Gerade, kräftige Vorder und Hinterläufe, korrekt gestellt. Hinterhandwinkelung ist etwas steil. In der Bewegung sehr schönes, flüssiges und harmonisches Gangwerk. Der Rüde zeigt sich im Ring unbefangen, ist freundlich und interessiert.

 

 Er macht täglich die Spaziergänge mit, tobt und fetzt mit den "Jungen". Bei Trainingseinheiten auf dem Hundeplatz ist er nach wie vor mit großem Elan dabei. Wir hoffen, unseren "Buba" noch lange, lange in so vitalem und temperamentvollem Zustand bei uns zu haben. (Januar 2014)

 

Februar 2016

Cracky marschiert jeden Nachmittag mit seiner Bande noch eine schöne Runde. Meist so eine Stunde, das reicht ihm dann schon, aber manchmal fordert er schon einen Jungspund zum Spiel. Das ich meistens sofort beende, denn ein Rempler bringt ihn dann doch schon aus dem Gleichgewicht. Er hört nur noch das was er will, aber das beweist uns, daß er noch sehr gut hört. Ein flüsterndes "Keksi" und er steht sofort neben mir. Ebenso hört er das Öffnen der Speistüre, so leise kann ich das gar nicht machen. Manchmal macht mir seine Atmung etwas Sorgen, aber auch das hört sich schlimmer an als es ist. Das Gaumensegel und die Stimmbänder sind eben nicht mehr so straff, und dann hört sich das eben nicht mehr an wie bei einem Jungen. Aber sein Lebensmotto : Hauptsache das Essen schmeckt

Ab und zu mal ein Zwicken hier, ein Wehwehchen dort, aber nichts, was man nicht mit geringen Mitteln wieder in Ordnung bringen kann.

Nächsten Monat wird er 12 und wir hoffen weiterhin, daß wir unseren Buba noch ein paar Jährchen bei uns haben.

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